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Interview

Im Bereich Hafenwirtschaft

Michelle – Projektleiterin PortKIDialog+2035 / Projektleiterin KI-Transformation

Michelle – Projektleiterin PortKIDialog+2035

Dein Einstieg

Wie bist du zur maritimen Branche gekommen? Was hat dich dazu bewogen?

Letztes Jahr hätte ich ehrlicherweise noch nicht gedacht, dass ich einmal in der Hafenwirtschaft arbeite. Mit der maritimen Branche hatte ich bis dahin kaum Berührungspunkte. Gerrit Küther hat mich auf das Projekt PortKIDialog+2035 aufmerksam gemacht. Je mehr ich darüber erfahren habe, desto klarer wurde mir, was für eine besondere Chance dahintersteckt. Ich beschäftige mich schon seit einigen Jahren intensiv mit Künstlicher Intelligenz. Die Möglichkeit, nicht nur die KI-Transformation eines einzelnen Unternehmens zu begleiten, sondern an der Transformation einer ganzen Branche mitzuwirken, hat mich sofort gepackt.

Dein Arbeitsalltag

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus? Was machst du konkret?

Die KI-Transformation der deutschen Hafenwirtschaft ist ein großes und komplexes Thema. Entsprechend vielfältig sind auch meine Aufgaben. Aktuell wollen wir besser verstehen, wo die Hafenwirtschaft beim Thema KI heute steht, welche Chancen & Herausforderungen es gibt und welche Unterstützung die Branche braucht. Gemeinsam mit unserem Team führen wir Interviews, werten Studien und internationale Beispiele aus und entwickeln daraus die nächsten Schritte. Gleichzeitig gehört es zu meiner Aufgabe, KI verständlich zu machen und Fragen zu beantworten. Als Projektleiterin setze ich gemeinsam mit meiner Co-Projektleitung und unserem Team Prioritäten, bringe unterschiedliche Perspektiven zusammen und sorge dafür, dass aus vielen einzelnen Ideen ein gemeinsamer Weg entsteht.

Das Besondere

Was macht deinen Job für dich besonders? Was überrascht dich immer noch?

Das Besondere an meinem Job ist für mich, dass ich die Zukunft einer ganzen Branche mitgestalten kann. Viele Unternehmen beschäftigen sich mit der KI-Transformation. Ich habe die Chance, gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern daran zu arbeiten, wie die KI-Transformation der Hafenwirtschaft gelingen kann. Das ist für mich etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig überrascht mich immer wieder, wie innovativ die Hafenwirtschaft ist. Von außen wirkt sie oft traditionell. Tatsächlich begegnen mir viele Menschen, die mit großer Leidenschaft an Zukunftsthemen arbeiten. Und ganz ehrlich: Direkt unter der Köhlbrandbrücke zu arbeiten und immer wieder große Containerschiffe zu sehen, macht meinen Arbeitsplatz schon ziemlich besonders.

Dein Lieblingsmoment

Für mich gibt es aktuell keinen spannenderen Job, als die KI-Transformation der Hafenwirtschaft mitzugestalten.

Herausforderungen

Was ist manchmal herausfordernd und wie gehst du damit um?

Die größte Herausforderung sind für mich die unterschiedlichen Ausgangslagen, mit denen Menschen dem Thema KI begegnen. Manche sehen vor allem die Chancen. Andere sind skeptisch, haben Angst vor Veränderungen oder bisher kaum Berührungspunkte mit KI. Wieder andere überschätzen die Möglichkeiten. Ich habe gelernt, dass es nicht die eine richtige Art gibt, über KI zu sprechen. Viel wichtiger ist es, zuzuhören, Fragen ernst zu nehmen und verständlich zu erklären, was KI heute schon kann und wo ihre Grenzen liegen. Jede Zielgruppe braucht einen anderen Zugang. Deshalb braucht es unterschiedliche Formate, um Menschen dort abzuholen, wo sie gerade stehen.

Vorbereitung

Was hättest du gerne vor deinem Einstieg in die Maritime Branche gewusst?

Ich hätte gerne früher gewusst, wie vielfältig die maritime Branche wirklich ist. Vor meinem Einstieg hatte ich viele Bilder von Schiffen und Containerterminals im Kopf. Heute weiß ich, dass es hier genauso Platz für KI, Forschung, Projektmanagement und viele andere spannende Aufgaben gibt. Ich hätte außerdem nicht erwartet, dass sich mein Job so gut mit meiner Familie und zwei kleinen Kindern vereinbaren lässt.

Dein Tipp

Was würdest du jungen Menschen sagen, die überlegen, in die maritime Branche einzusteigen?

Lasst euch nicht von einem veralteten Bild der Hafenwirtschaft abschrecken. Die Branche ist vielfältig und braucht Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten. Gerade Frauen möchte ich Mut machen. Es gibt natürlich nach wie vor Bereiche, die stark von Männern geprägt sind. Es gibt aber auch viele andere. Ich arbeite zum Beispiel in einem Projektteam, in dem mehr als die Hälfte Frauen sind.

Deine Zukunft

Wo siehst du dich nach deinem Abschluss? Bleibst du in der Branche, oder hast du andere Pläne?

Ich möchte auch in Zukunft dazu beitragen, dass die Hafenwirtschaft die Chancen von KI sinnvoll nutzt. Die KI-Transformation wird die Branche noch viele Jahre begleiten. Ich freue mich darauf, diesen Wandel weiter mitzugestalten.

Das ist die maritime Branche

Zukunft, Menschen, Vielfalt