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Interview

Im Bereich Hafenlogistik

Oliver – Fachkraft für Hafenlogistik / Fachkraft für Hafenlogistik

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Fachkraft für Hafenlogistik

Dein Einstieg

Wie bist du zur maritimen Branche gekommen? Was hat dich dazu bewogen?

Ehrlich gesagt? Durch meinen Vater und meinen Onkel auf einer Familienfeier. Ich habe bis dahin nach meinem ersten Beruf als Soldat eine technische Ausbildung gesucht. Bei einem Familienessen haben beide mit mir über den Hafen und die HHLA als Arbeitgeber gesprochen. Von da an habe ich mich weiter informiert, bin dann auf eine Berufsmesse gegangen, auf der die HHLA vertreten war und habe vor Ort viele Fragen gestellt. Der Hafen hatte immer schon eine Anziehungskraft auf mich als Hamburger. Außerdem wollte ich unbedingt Containerbrücken fahren. Hat funktioniert 😉

Dein Arbeitsalltag

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus? Was machst du konkret?

Meine Arbeit ist in den letzten Jahren super vielfältig geworden. Seit knapp 12 Jahren fahre ich Containerbrücken. Momentan bin ich in einem Projekt im Büro für unsere neue Terminalsoftware und unterstütze dort. Ein Arbeitstag? Wir sprechen uns online ab und organisieren uns im Team. Dann werten wir Fahrpläne für Schiffe und Dienste aus, kommunizieren mit Abteilungen intern und den Reedereien. Dann bringen wir die Schiffe für die weitere operative Planung ins System. Oder ich stehe an Bord von einem Schiff: als Einweiser für den Brückenfahrer, ich lösche und lade die Container selbst und tausche Bürooutfit gegen Helm und gelbe Latzhose.

Das Besondere

Was macht deinen Job für dich besonders? Was überrascht dich immer noch?

Es sind die Möglichkeiten! Ich brauche die Abwechslung und die Herausforderung im Beruf. Ich konnte in den letzten Jahren sehr unterschiedliche Bereiche kennenlernen. So habe ich mein Unternehmen nochmal komplett neu kennengelernt. Klar ist das Brücke-fahren ein Highlight. Gleichzeitig entwickelt man sich weiter. Heute bewege ich mich sicher im Büroalltag, bin draußen an der Kai und kann als interner Moderator für Workshopformate meine Stärken in der Kommunikation ausspielen. Mich motiviert definitiv zu sehen, wie ich mich weiterentwickeln kann und wenn meine Pläne funktionieren.

Dein Lieblingsmoment

„Wir freuen uns richtig darüber, dass du bei uns im Team bist“ – mein Team nach dem Start im Büroprojekt.

Herausforderungen

Was ist manchmal herausfordernd und wie gehst du damit um?

Herausfordernd kann es sein, wenn man sich gerne verändern möchte, aber den Weg nicht sieht. Gerade große Unternehmen bieten viele Pfade. Aber es ist auch unübersichtlicher, wo gerade was passiert. Proaktivität in der Kommunikation hilft hier enorm, wenn man Veränderung will. Herausfordernd ist für mich Routine. Jeder ist da anders und hat andere Bedürfnisse. Aber in fast jedem Job kommt der Moment, in dem sich Arbeitsabläufe wiederholen. Auch beim Brücke-fahren oder im Büro. Da ist die Frage: Welche Strategie habe ich für mich, damit umzugehen? Gelernt habe ich in meinem Job, dass es immer eine Lösung für ein Problem gibt. Wirklich immer. Und wenn es zu Konflikten kommt? Stelle dich selbst besser auf, besuche Seminare und arbeite an deiner Kommunikation, um in Gesprächen die Kontrolle zu behalten.

Vorbereitung

Was hättest du gerne vor deinem Einstieg in die Maritime Branche gewusst?

Ich hätte gerne mehr Austausch mit Menschen gehabt, die den Job wirklich jeden Tag machen. Vielleicht 2 bis 3 unterschiedliche Meinungen, für die Einschätzung, was der Beruf jeden Tag mit sich bringt. Und definitiv: Wie wichtig es ist, ein Netzwerk zu haben und nach Menschen Ausschau zu halten, die man sich als Vorbild nehmen kann!

Dein Tipp

Was würdest du jungen Menschen sagen, die überlegen, in die maritime Branche einzusteigen?

Let's gooo! Was genau hält dich davon ab und warum? Wenn es Unsicherheit sein sollte, ob du die richtige Entscheidung triffst, ist das berechtigt. Hatte ich auch. Aber es gibt gerade im Hafen und in der maritimen Branche in Hamburg so mega viele Berufe und Optionen. Entweder du findest auf Anhieb das richtige oder veränderst dich wieder. Ein Rat? Rede darüber, was du dir vorstellst und was du nicht willst. Du hast keinen Masterplan? Okay. Komm erstmal rein und schau dann weiter, was noch geht.

Deine Zukunft

Wo siehst du dich nach deinem Abschluss? Bleibst du in der Branche, oder hast du andere Pläne?

Meine Zukunft? Sehe ich dort in der HHLA, wo ich meine Stärken aus zwei Welten am besten einbringen kann. Wie kann ich zu einem besseren Miteinander beitragen? Gute Teamarbeit hat und hatte für mich schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell schließe ich keinen Weg aus. Ich suche stark danach was zu mir passt und was sich „richtig“ anfühlt. Und ehrlich? Ich bin so neugierig auf das, was ich noch erreichen kann, dass ich kaum stillsitzen kann!

Das ist die maritime Branche

Möglichkeiten, Hafenvibe, Zusammenhalt